Engagement gegen die Benachteiligung des nördlichen Kreises Neuwied durch Schulentwicklungsplan
Im Entwurf des Schulentwicklungsplans, der vergangene Woche veröffentlicht wurde, kündigen sich für den nördlichen Teil des Kreises Neuwied massive Nachteile in der Ausbildung Jugendlicher an. Es zeichnet sich ab, dass sämtliche weiterführenden Schulen in Neuwied angesiedelt werden sollen. Auf Jugendliche, beispielsweise aus der Verbandsgemeinde Asbach, kommt ein erheblicher Mehraufwand bei der Teilnahme an einer weiterführenden Ausbildung zu.
Für Gewerbetreibende stellen gerade gut ausgebildete Jugendliche einen erheblichen Standortfaktor dar, weil diese für eine zukunftsorientierte und zunehmend anspruchsvollere Arbeitswelt eine unabdingbare Grundlage bilden. Die Möglichkeit für Jugendliche, ortsnah eine weiterführende Ausbildung abzuschließen, ist von essentieller Bedeutung für die Entwicklung einer Region.
Daher unterstützt die ISR Windhagen e.V., die als größter Gewerbeverein des nördlichen Rheinland-Pfalz die Interessen von fast 160 Mitgliedsbetrieben betreut, den Vorschlag der Verbandsgemeinde Asbach, in Asbach und Neustadt/Wied eine Fachoberschule anzusieden.
Auch Helmut Hecking, Ausbildungsleiter der Firma Wirtgen GmbH in Windhagen, schloss sich in einem Gespräch mit Martin Buchholz, 1. Vorsitzender der ISR Windhagen e.V., der Forderung an und betonte die Wichtigkeit einer solchen umfassenden Bildungsinfrastruktur für die Region. Was für international operierende Unternehmen wie die Wirtgen GmbH gilt, stimmt auch für regional arbeitende Betriebe: Von gut ausgebildetem Fachpersonal hängt der Erfolg wesentlich ab. Je besser es um die Bildungschancen in einer Region steht, desto besser sieht es auch für deren Zukunftsfähigkeit aus.
